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Virtuelle Mikroskopie als modernes Verfahren in der Medizintechnik

Veranstaltungsort

Adresse:

VDE Haus

Bismarckstraße 33,

10625 Berlin

4. Juni 2015 - 18:30 - 20:30

Die Digitalisierung in der Medizin bietet spannende Einsatzmöglichkeiten, insbesondere in der Pathologie. Die Virtuelle Mikroskopie, die Herr Prof. Hufnagl vorstellen wird, d.h. die Ablösung der Mikroskopie mittels Glasobjektträger, ist dabei ein wichtiges Gebiet. Unter „digitaler Pathologie“ wird im Kern der Wechsel von der histopathologischen Diagnostik mit dem Mikroskop zur Diagnostik am Computer verstanden.

In einer etwas erweiterten Form umfasst der Begriff auch die Einführung digitaler Verfahren zur Archivierung und Prozessautomatisierung im Labor sowie ganz allgemein den zunehmenden Einsatz informationstechnischer Systeme im Umfeld der Pathologie, etwa die Steuerung von Färbeautomaten mittels Barcode oder die digitale Dokumentation von Mikro- und Makrofotos. Ein Blick auf die Radiologie, wo die Digitalisierung bereits vor 40 Jahren mit der Einführung des Computertomographen begann, gibt uns eine Vorstellung, welche Umwälzung der Pathologie bevorsteht und wie sie verlaufen könnte. Hatte man am Anfang der Entwicklung noch Probleme mit der Speicherung der enormen Datenmengen in den sogenannten Picture Archiving and Communication Systems (PACS), so ist heute selbst in radiologischen Praxen der Verzicht auf „digitale“ Diagnostik schwer vorstellbar.

Dass auch die methodische Entwicklung nach wie vor ungebrochen weitergeht, zeigt die IT-gestützte Kombination von CT- mit MRT- oder PET-Bildern beziehungsweise die Entwicklung der virtuellen Koloskopie. Im Kern ermöglicht die digitale Pathologie eine in ihren Grenzen noch gar nicht absehbare Erweiterung der Funktionalität des klassischen Lichtmikroskops. Dieses ermöglicht einem Pathologen die Betrachtung genau eines Präparates mit einer wechselbaren Vergrößerung. Will er das gleiche Präparat in einer anderen Färbung mikroskopieren, so erfordert dies einen Präparatewechsel und eine aufwendige Relokalisierung – die Wiederauffindung des gleichen Ortes im gewechselten Präparat. 

 Die virtuelle Mikroskopie setzt voraus, dass die histologischen Präparate digital vorliegen, also mit einem Scanner eingescannt wurden. Man nennt sie dann virtuelle Schnitte oder Whole Slide Images (WSI). Das „Virtuelles Mikroskop“ genannte Computerprogramm erlaubt dann das Viewen der virtuellen Schnitte auf dem Monitor etwa so, wie man das von Google Maps für die Visualisierung der Erdoberfläche kennt. Dieser Vergleich liegt aus mehreren Gründen sehr nah. Einerseits sind die eingesetzten Technologien gleich – image streaming – und andererseits sind die jeweils zu bewältigenden Datenmengen riesig groß. Nach unseren Erfahrungen erfordert ein WSI circa ein Gigabyte Speicher. Um die an der Charité anfallenden etwa 1?200 histologischen Präparate pro Tag zu digitalisieren, benötigen wir circa 1,2 Terabyte Speicher.

 

Wegen der Bestuhlung ist eine Anmeldung notwendig. Bitte eine kurze Mail an doehring@vdi-bb.de senden.